Rechte Blockade des Ökostrom-Ausbaus schadet Dresden

PRESSEMITTEILUNG
Dresden, den 02.07.2021

In der gestrigen Stadtratssitzung hat die rechte Seite des Dresdner Stadtrats aus CDU, AfD, FDP und Freien Wählern den rot-rot-grünen Antrag für mehr Ökostrom in Dresden abgelehnt. Dieser hatte gefordert, den Ökostrom-Anteil in der Energiegewinnung der DREWAG bzw. SachsenEnergie in einem öffentlichen Stufenplan zu steigern. Damit sollte auch Dresden seinen Beitrag zur Klimaneutralität bis 2045 leisten, die von der Bundesregierung zuletzt im neuem Klimaschutzgesetz verankert wurde. Zudem war vorgesehen, die Stromversorgung der Stadtverwaltung, der Eigenbetriebe und der städtischen Unternehmen bis 2025 komplett auf Ökostrom umzustellen.

Dazu erklärt Stefan Engel, Sprecher für Umwelt und Energie der SPD-Fraktion:

Die rechte Blockade des Ökostrom-Ausbaus schadet Dresden. Zur Bekämpfung des Klimawandels gibt es keine sinnvolle Alternative. Starkregenereignisse, der schlechte Zustand unserer Wälder und lange Hitzeperioden zeigen schon heute, was auf Dresden zukommt. Von einer überhitzten Stadt werden vor allem Menschen mit geringeren Einkommen betroffen sein. Im klimatisierten Penthouse oder im Einfamilienhaus mit Pool wird es auch zukünftig noch erträglich sein. Menschen in beengten Wohnverhältnissen werden die Auswirkungen hingegen direkter spüren. Das Sankt-Florian-Prinzip wird uns beim Klimaschutz nicht weiterhelfen. Auch Dresden muss da seinen Beitrag leisten. Die raschere Umstellung auf Ökostrom ist auch wirtschaftlich vernünftig. Je schneller wir unsere städtischen Unternehmen umstellen, desto konkurrenzfähiger werden sie in Zukunft sein. Die Bundesregierung hat die Ausbauziele bei erneuerbaren Energien vor wenigen Wochen noch einmal deutlich erhöht.

 

Kontakt:

Stefan Engel
Sprecher für Umwelt und Energie
stefan.engel@spd-fraktion-dresden.de