„Es braucht Raum für Clubs und Freiräume auf Flächen wie am Alten Leipziger Bahnhof, wenn wir die Situation an der schiefen Ecke befrieden wollen.“

PRESSEMITTEILUNG
der SPD-Stadtbezirksbeiräte Dresden-Neustadt
20. Dezember 2021

Nach dem Flächentausch zwischen Globus und SachsenEnergie zugunsten eines neuen Standortes des Globus-Großmarktes stellt sich nun die Frage, wie die Fläche des Alten Leipziger Bahnhofes genutzt werden soll. Die beiden SPD-Stadtbezirksbeiräte für die Neustadt, Dr. Christian Demuth und Felix Göhler, fordern nun, dass die Stadt dort Flächen für nicht-kommerzielle Clubs, Bandproberäume und Ateliers bereitstellt und den Kulturraum am Alten Leipziger Bahnhof erhält und ausbaut.

Dazu erklärt Stadtbezirksrat Dr. Christian Demuth:

Es muss aber allen klar sein: Es braucht Raum für Clubs und Freiräume auf Flächen wie am Alten Leipziger Bahnhof, wenn wir die Situation an der schiefen Ecke befrieden wollen. Wenn wir keine Flächen für junge Leute bereitstellen, dann feiern sie eben auf der Straße.

Wir wollen früh die Forderung nach der Einrichtung nicht-kommerzieller Clubs, von Bandproberäumen, Ateliers und Freiräumen in den Planungsprozess auf dem fraglichen Gelände einbringen. Die Erfahrung zeigt: Solche Themen haben sonst kaum eine Lobby in dieser Stadt. Gerade in Konkurrenz zum Bau von Wohnungen wurden solche Nutzungen meist an den Rand gedrängt oder verschwanden einfach.

Gerade die Fläche in der Südspitze des Alten Leipziger Bahnhofs ist aber ideal: Wegen der Bahngleise und der Ecklage spielt etwa Ruhestörung kaum eine Rolle. Mit der Hanse 3 und anderen Einrichtungen besteht schon ein spannender Kulturraum. Und durch Flächen und Räume der Deutschen Bahn in Form der Bahnbögen gibt es spannende Erweiterungsmöglichkeiten. Wien und Berlin zeigen, wie auf solchen Flächen tolle interessante nicht-kommerzielle kulturelle Nutzungen entstehen können. Hier bietet sich eine Chance für Dresden. Wenn wir alle solche Orte verlieren, steigt der Reiz für kreative junge Leute nach Leipzig und Berlin abzuwandern. Die sollen aber hier bleiben oder nach Dresden kommen.

Felix Göhler ergänzt:

Mit dem Flächentausch bekommt das Areal am Alten Leipziger Bahnhof endlich eine städtebauliche Perspektive. Doch wir dringen darauf, dass die Stadt auch als Eigentümerin einen Teil der Fläche direkt übernimmt: Das ist die Voraussetzung dafür, dass Clubs, Bandproberäume, Ateliers und Freiräume auf dem Gelände entstehen werden und die Verwirklichung nicht an teuren Mieten und konkurrierenden Nutzungsinteressen scheitert. Hier muss sich die Stadt entscheiden.

Die SachsenEnergie hat richtigerweise immer auch das Ziel, Gewinne zu erzielen. Sie hat derart aber auch oft wenig Interesse an Orten in der Nachbarschaft, an denen etwa Jugendliche feiern. Der Alte Leipziger Bahnhof ist einer der letzten Flächen in der Neustadt, die für eine solche nicht-kommerzielle Nutzung in Frage kommen. Und das ist eine Verantwortung der ganzen Stadt: In der Neustadt feiern die jungen Leute von ganz Dresden.

Anhang: Vorschlagsrecht zum Alten Leipziger Bahnhof der SPD-Stadtbezirksbeiräte Dresden-Neustadt

Kontakt:

Dr. Christian Demuth
spd.neustadt.sbr@gmail.com